Pontifikalamt
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Sonntag
04.10.2026
10:00 Uhr
Kölner Dom

Chor: Domkantorei Köln, Pfarrcäcilienchor St. Laurentius, Mondorf, Schülerinnen der Father Gulik Girl’s Secondary School Uradi, Kenia

Leitung: Joachim Geibel

Organist: Timotheus Chae

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen St. Laurentius, Mondorf, und St. Lawrence, Uradi in Kenia, erklingt Marc L. Voglers „J.O.Y. – Journey Over Years“ in einer revidierten Fassung. Die symphonische Messe verbindet Musikerinnen und Musiker aus Deutschland und Kenia und macht musikalisch erlebbar, was 50 Jahre gelebte weltkirchliche Partnerschaft auszeichnet: Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten.

Programm

Marc L. Vogler (*1998)
J.O.Y. - Journey Over Years
A Symphonic Mass

Für zwei Chöre, Solisten, Percussion, Orgel und Orchester

Mitwirkende

Domkantorei Köln
Pfarrcäcilienchor St. Laurentius, Mondorf (Einstudierung: Benedikt Holtbernd)
Schülerinnen der Father Gulik Girl’s Secondary School Uradi, Kenia

Laura Holtbernd Gesang
Benedikt Holtbernd Sprecher und Gesang

Kölner Domkapelle
Marc L. Vogler Klavier
Timotheus Chae Orgel

Joachim Geibel Musikalische Leitung

Musik – eine Verbindung auf Augenhöhe

Die Messe „J.O.Y. – Journey Over Years“ wurde komponiert von Marc L. Vogler anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Partnerschaft St. Laurentius, Mondorf – St. Lawrence, Uradi/Kenia und 2025 in Mondorf uraufgeführt und ist 2026 zur afrikanischen Erstaufführung in Uradi/Kenia gelangt. Nun kommt diese Messe in einer für das 50-jährige Jubiläum der Diözesanstelle Weltkirche & Dialog revidierten Fassung zur Uraufführung.

„J.O.Y.“ – ein Gedanke, der die Arbeit der Diözesanstelle Weltkirche & Dialog zusammenfasst: Im Sinne Beethovens “Ode an die Freude” in seiner 9. Symphonie feiern wir die weltumspannende Freude über einen nunmehr 50jährigen Weg globaler, christlicher Gemeinschaft, der hoffentlich immer weitergeht und uns immer mehr einander näherbringt, so verschieden die europäisch geprägten Christen auch von Christen aus allen Kulturkreisen der Welt einer beispielsweise noch verhältnismäßig jungen afrikanischen Kirche sind.

Der Komponist Marc Vogler schreibt über seine Komposition:

Die Idee hinter „J.O.Y“ ist es, die Freude an der Musik zu teilen! Sich in einer gemeinsamen Liebe zur Musik zu versammeln. Und in einemgemeinsamen Glauben an Gott. Die eigene musikalische Tradition zu teilen und etwas Neues zu schaffen – eine musikalische Partnerschaft – aus verschiedenen musikalischen Hintergründen. Und all das in einer fröhlichen symphonischen Messe zu feiern.

Als europäischer Komponist, der in einem westlichen klassischen Musikkontext aufgewachsen ist, ist es für mich praktisch unmöglich einen authentischen musikalischen Part für Uradi zu komponieren. Nicht in erster Linie wegen des derzeit viel diskutierten Themas der kulturellen Aneignung, sondern vielmehr aus einem rein künstlerischen Grund: Es wäre immer afrikanische Musik aus der Sicht eines europäischen Komponisten. Deshalb findet mein musikalischer Ansatz an anderer Stelle statt: Ich lasse mich von den Tonbändern inspirieren, die ich per Post von Uradi bekommen habe, von ihren Instrumenten, Stimmen und Texten. Und ich antworte auf sie mit meiner europäischen Musiksprache. In dieser Hinsicht ist „J.O.Y“ eher ein Dialog zwischen zwei Kulturen.